Herbsttour 2021 – Österreich – Slowenien

Gehts wieder los, Leute?

29.8.2021 - Abfahrt im Regen nach Volkach

Endlich wieder auf Tour nach der langen Corona-Pause. Wir fahren Sonntag morgens um 8 Uhr los, damit wir am frühen Nachmittag auf dem Campingplatz in Volkach eintreffen. Die ganze Fahrt über Regen, Regen, Regen.

Um 14.15h kommen wir auf dem Campingplatz Zum Ankergrund an und müssen erst einmal warten, da die Rezeption erst um 15h öffnet.

Wir schauen uns den Platz in aller Ruhe an, es regnet in Strömen. Wir hatten es uns voller vorgestellt, aber es sind definitiv noch reichlich Plätze frei, sogar am Mainufer.

Leider ist der Platz am Main, Nr. 35, direkt am Fluss, schon reserviert. Wir finden aber einen anderen schönen Platz unter einer Birke (Nr. 42).

Zuerst die Markise raus – es regnet nämlich noch immer – und Tisch und Stühle aufgestellt.

Nebenan kommt ein Wohnwagen neu an – auch aus Bremen. Und mit 3 Hunden an Bord, 3 Labradordamen. Wir haben gleich interessante Gespräche mit den netten Besitzern, Hundehalter unter sich eben.

Wir ruhen uns ein wenig aus, zücken dann die Regenschirme und machen uns auf in Richtung Volkach. Vom hinteren Ausgang des Campingplatzes führt ein Weg direkt in die Altstadt.

Wir finden ein Gasthaus namens Hinterhöfle, das seinem Namen alle Ehre macht.

Wir dürfen mit Maske und Sammy hinein, der Kellner weist uns einen schönen Platz zu, den wir aber nur bis 18h belegen können, da dann schon wieder reserviert ist.

Wir bestellen uns je einen Wein, einen Silvaner, und eine kleine Platte gemischte Antipasti mit Brot, die wir uns teilen wollen. Die Preise hier sind echt happig. Natürlich ist das Ambiente toll, die Bedienung sehr nett und es schmeckt auch wirklich lecker, bis auf das Brot, das wohl vom Vortag ist und eher zum Nägel einschlagen nützlich wäre.

Dann geht es im Regen zurück auf den Platz, wo wir unter der Markise noch einen Wein trinken und dann auch bald schlafen gehen.

Sammy ist nicht direkt damit einverstanden, dass sein Schlafplatz unter dem Tisch ist, er möchte lieber auf dem Bett von Frauchen schlafen, weiß aber genau, dass die damit nicht einverstanden ist.

30.8.2021 - Frühstück direkt an der Mosel

Am nächsten Morgen – oh Wunder, es regnet nicht – holen wir unsere Brötchen an der Rezeption ab. Wir sind die vorletzten – es ist auch schon fast 11 Uhr! Ich bereite schnell den Tee zu und Thomas schmiert die Brötchen, dann packen wir alles zusammen und setzen uns direkt auf eine Bank am Fluss, den ich kurzfristig mit der Mosel verwechselt habe (peinlich).

Sammy schaut uns die ganze Zeit vorwurfsvoll an, bis ich merke, dass ich sein Frühstück vergessen habe. Oh Mann, man kommt total aus dem Rhythmus.

Nach dem Frühstück machen wir uns wieder auf dem Weg nach Volkach, um die Altstadt zu besichtigen, diesmal ohne Regen.

Im Hintergrund das Rathaus von Volkach

Wir finden eine Weinstube mit einem schönen überdachten Innenhof, wo wir eine leckere Brotzeit essen wollen. Dort können wir aber nicht hinein, weil wir unsere Impfausweise vergessen haben. Daran müssen wir uns echt gewöhnen, dass wir die jetzt immer bei uns haben.

Zurück auf dem Platz haben wir trotzdem eine leckere Brotzeit mit Brötchen aus Volkach und Mettwurst, die wir von unserem Schlachter in Bremen mitgebracht haben.

Der Platz füllt sich jetzt langsam, die freien Plätze uns gegenüber sind auch belegt. Ich mache noch einen Abendspaziergang mit Sammy, während Thomas schon alle Sachen einräumt. Es geht früh ins Bett, weil wir morgen früh aufbrechen Richtung Mondsee in Österreich.

31.8.2021 - Matsch und Regen im Mondseeland

Das wird ein kurzer Beitrag, denn hier ist es nicht so schön, wie wir es von 2019 in Erinnerung haben. Aber wir bleiben ja auch nur eine Nacht.

Der Campingplatz ist relativ leer, es sind hauptsächlich noch Dauercamper hier. Die Stellplätze sind total matschig, es hat hier halt auch sehr viel geregnet. Wir essen abends noch etwas im Restaurant Fohlenhof.

Am nächsten Morgen geht es früh los – der Wetterbericht verspricht, dass es mit dem Regen zu Ende geht, ab jetzt nur noch Sonne. Also auf zum Millstätter See.

1.9.2021 - Wunderschöner Platz am Millstätter See

Wir brechen früh auf und genießen die Fahrt durch das Salzburger Land. Es ist so wunderschön und endlich ist die Sonne mit uns auf Reisen.

Da wir die Tunnel vermeiden wollen, fahren wir wieder über den Radtstädter Tauernpass und halten für eine Fotopause in Obertauern an.

Hier – in fast 2000 m Höhe – ist es recht frisch, wir haben gerade mal 8°. Dies ist ein reiner Wintersportort, jetzt sind fast alle Geschäfte und Hotels geschlossen. Nur die Seilbahn ist noch in Betrieb für die Wanderer.

Am frühen Nachmittag kommen wir am Schwimmbad Camping in Döbriach am Millstätter See an. Hier ist es sehr schön, die Sonne scheint, da hat man gleich einen positiven Eindruck.

Der Platz im vorderen Bereich ist gut gefüllt, wir hatten einen Platz ganz hinten in der Waldzone reserviert – Nr. 182. Hier ist es traumhaft und es gibt noch recht viele freie Plätze.

Wir holen schnell die Markise und Tisch und Stühle raus und richten uns ein. Wir wollen hier einige Tage bleiben.

Danach machen wir uns auf den Weg zum Supermarkt im nahegelegenen Stadtzentrum. Direkt vor unserem Stellplatz ist eine Pforte, durch die man auf einen kleinen Weg kommt, der an einem Bach entlang bis zur Stadt führt.

Der nächste Supermarkt – ein Spar – ist 1,9 km entfernt, also noch gut zu Fuß zu erreichen.

Abends sitzen wir gemütlich unter der Markise und essen Tomatenbrot. Mit einem leckeren Weißwein lassen wir den Tag ausklingen.

2.9.2021 - Der schönste Campingplatz in Döbriach

Am nächsten Morgen holen wir Brötchen in dem kleinen Laden neben der Rezeption. Die Brötchen heißen hier Semmeln und sind sehr lecker. Der Campingplatz ist familiengeführt, der Opa sitzt an der Rezeption, die Oma führt den Laden, die kleinen Enkel helfen ihr tüchtig mit. Und die Eltern führen das Restaurant und kümmern sich um alle Belange des Platzes. Wichtigste Person aber ist die Oma, die sehr herzlich ist und jeden Gast sofort mit Namen wiedererkennt.

Wir frühstücken vor unserem Platz in der Sonne (endlich!) und genießen den Moment.

Hier in der Waldzone gibt es viele verschiedene Baumarten, jede Art mit einem Infoschild versehen, das Auskunft darüber gibt, um welchen Baum es sich handelt und welchem Menschen (nach seinem Geburtsdatum) er zuzuordnen ist. So sind Thomas und ich beide Ahornmenschen, während Jeremy ein Pappelmensch ist.

Nach dem gemütlichen Frühstück fahren wir mit den Scootern in Richtung See, wo die anderen Campingplätze liegen. Wir besichtigen zuerst den Seecamping, der ebenfalls zu der Familie Mössler gehört. Dort wollten wir ursprünglich hin, dort war aber kein Platz mehr. Und als wir ihn uns jetzt ansehen, sind wir darüber auch recht froh, denn er gefällt uns nicht so gut. Er ist brechend voll, die Stellplätze eng an eng, Null Privatsphäre. Das einzig Schöne ist die direkte Lage am See.

Wir kaufen in dem kleinen ADEG-Markt ein, der direkt gegenüber des Platzes liegt und fahren weiter zum nächsten Campingplatz – Burgstaller.

Der ist auch recht schön, die Stellplätze durch Hecken getrennt, aber riesengroß. Die Sanitärgebäude sind im Stil der Flintstones eingerichtet und es gibt eine kleine Bimmelbahn, die über den Platz fährt. Für Kinder ein absolutes Paradies mit entsprechender Animation.

Wir sind jedenfalls der Meinung, dass wir auf dem schönsten Campingplatz in Döbriach gelandet sind.

3.9.2021 - Unfall mit dem Scooter

Heute wollen wir noch einmal zum Spar. Sammy mag sein Trockenfutter nicht mehr, ich will  mal schauen, ob es dort etwas anderes für ihn gibt.

Wir fahren in das Zentrum von Döbriach und kehren im Infozentrum ein, wo wir mit Karten versorgt werden.

Kleine niedliche Steinskulpturen vor dem Infozentrum
Hier gibt es jede Menge Wanderkarten der Umgebung

Ganz in der Nähe gibt es eine große Obstplantage, die größte in Kärnten. Die schauen wir uns doch gleich mal an.

Anschließend fahren wir zum Spar, wo wir Hundefutter für Sammy finden. Wir kommen ins Gespräch mit einem netten Paar aus Minden, die mit dem Fahrrad durch Österreich unterwegs und gerade auf dem Weg nach Salzburg sind.

Zurück auf dem Platz verbringen wir den Nachmittag mit Wäsche waschen und Aufräumen. Danach wollten wir zur Hundewiese mit Sammy, dort gibt es auch Agility-Geräte. Auf dem Weg dorthin hat Sammy Thomas vom Scooter gerissen, als er rechts im Gras etwas Spannendes schnüffeln wollte und stehen blieb. Thomas hat den Lenker vom Scooter verrissen und landet auf dem asphaltierten Weg. Bei der Aktion hat er sich die Rippen geprellt und Schürfwunden an den Händen zugezogen. Insgesamt sehr schmerzhaft, sowas braucht man wirklich nicht im Urlaub.

Abends wollen wir im Restaurant vom Campingplatz essen, allerdings ist dort alles voll. Es gibt Live-Musik von einer Volksmusiktruppe. Das ist uns eh zu laut, und so bestellen wir ein Holzfällersteak zum Mitnehmen, das wir in aller Ruhe auf dem Platz genießen. Thomas quält sich danach ins Bett im oberen Stockwerk des Busses. Leider ist das die Art von Verletzung, mit der man lange zu tun hat.

 

5.9.2021 - Bitte wenden !

Um 8 Uhr morgens verabschieden wir uns von Oma Mössler und diesem wunderschönen Platz und wollen weiter nsch Slowenien. Ziel ist der Campingplatz Loka in Ljubno-ob-Savinj, der uns vor 2 Jahren so gut gefallen hat und wo David uns per Email bestätigt hat, dass er uns einen schattigen Platz unter den Walnussbäumen reserviert.

Thomas hat noch starke Schmerzen, aber Autofahren klappt – Gott sei Dank.

Einer Empfehlung aus dem Facebook-Forum folgend planen wir, über den Seebergsattel zu fahren statt über Italien und den Predilpass. Laut unserem Camper-Garmin gibt es nur die Möglichkeit, über den Karawankentunnel, was wir nicht wollen, da nicht schön, oder eben über besagten Seebergsattel.

Zunächst ist die Fahrt wunderschön, durch Fuschl am See und diverse kleine malerische Dörfer. Insgesamt soll die Fahrt – laut Garmin – ca. 3 Stunden dauern.

Als wir zum Seebergsattel hochfahren, sagt Garmin: „Bitte wenden“ und weist uns einen anderen Weg über den Paulitschsattel. Bei den ersten Steigungen merken wir schon, dass dies keine gute Idee ist – die Straße ist nur einspurig und sehr eng. An einer Kehre kann Thomas wenden und wir fahren zurück auf die gut ausgebaute Straße zum Seebergsattel. Das Garmin flippt total aus und meldet sich alle 2 Minuten mit „bitte wenden“.

Oben angekommen, überqueren wir die Grenze, wir werden gleich durchgewunken. Leider haben wir unsere Slowenien-Karte zu Hause vergessen, so dass wir den weiteren Weg nicht mehr nachvollziehen können. Garmin hat Totalausfall und skandiert ständig „bitte wenden“.

Nach einiger Zeit verstehen wir auch, was Garmin meint. Es gibt eine Brücke mit 3m Höhe – unser Mobil ist 3,30 m hoch – und keine Ausweichmöglichkeit.

Also zurück zum Pass, wo wir die Grenze diesmal in die andere Richtung überqueren. Wir müssen den Grenzbeamten erklären, wieso wir jetzt wieder zurückfahren, und beschließen, 50 km zurück zum Loiblpass zu fahren.

Anschließend führt uns Garmin kreuz und quer durch Slowenien, bis wir endlich nach 8 Stunden Fahrt auf dem Camp Loka eintreffen.

Der Platz ist fast leer, nur auf unserem alten Platz steht ein holländischer Wohnwagen.

Sammy schaut uns beim Platz einrichten zu
Thomas ist noch total erschöpft von der langen Fahrt

6.9.2021 - Ljubno-ob-Savinj nach Corona

Am nächsten Morgen sind wir schon früh unterwegs. Wir wollen zum einzigen Bäcker des Ortes, den wir bei unserem letzten Aufenthalt in 2019 nie kennen gelernt haben. Der Grund sind die Öffnungszeiten: 5 – 10 h. Die Bäckerin ist sehr herzlich, wir verstehen uns sofort, obwohl sie nur Slowenisch spricht.

Danach erkunden wir den Ort und stellen fest, dass doch einige Lokale Opfer der Coronakrise geworden sind. So gibt es z.B. die kleine Bar gegenüber der Post nicht mehr, auf deren Terrasse wir gern gesessen und das Treiben umher beobachtet haben.

Dafür ist der Supermarkt Kea um einiges größer geworden, es gibt jetzt drinnen eine Bäckerei und Schlachterei.

Wir fahren die Straße hoch zur Bar von Maria, die es glücklicherweise immer noch gibt, allerdings ist Maria nicht mehr da. Aber die kleine efeubehangene Terrasse vor der Bar ist gut besucht von Leuten, die hier im Ort wohnen. Hier gibt es – außer uns – keine Touristen.

Unser Lieblingsplatz hinten rechts ist noch frei

Es ist hier immer angenehm kühl und so schön ruhig. Hier bekomme ich auch mein Lieblingsgetränk: Lasko Malt Ananas – ein Malzbier mit Ananasgeschmack und ohne Alkohol. Das ist so herrlich erfrischend.

Hier in Ljubno findet auch das internationale Sommer-Skifliegen statt.

Anschließend gehen wir runter zu unserem Lieblingsrestaurant Pri Kumru, das glücklicherweise die Krise ebenfalls überlebt hat.

Ich bestelle mir die leckeren Teigtaschen mit Steinpilzsauce und Thomas Palatschinken ohne alles (normalerweise ist das ein Dessert mit Schokolade und Schlagsahne). Als die Bedienung die Bestellung an die Küche weitergegeben hat, kommt der Koch und Inhaber des Restaurants sofort zu uns, weil er sich an die Sonderwünsche von Thomas erinnert hat. Er spricht gut Deutsch und erzählt uns, dass es für ihn ganz gut gelaufen ist nach Corona. Er habe immer noch gut zu tun. Darüber sind wir natürlich auch froh, weil hier die Küche immer noch am besten ist.

Sammy ist natürlich auch immer dabei

7.9.2021 - Ruhe zum Genießen

Nach dem Besuch in der Bäckerei wird erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Die netten Holländer, die auf dem Platz neben uns stehen, fahren heute weiter zum Camp Vrhpolje. Danach haben wir fast den ganzen Campingplatz für uns, nur ein Pärchen ist noch mit dem Zelt da. Wenn ich bedenke, dass auf anderen Plätzen in Slowenien die Womos dicht gedrängt aneinander stehen und etliche Camper weitergeschickt werden, weil kein Platz mehr frei ist (laut Facebook).
In diesem Jahr sind auch viele Slowenen unterwegs. Die slowenische Regierung unterstützt den slowenischen Tourismus, indem jede Familien, die nachweislich im eigenen Land Urlaub macht, mit jeweils 200 Euro.
Unser Platz unter Walnussbäumen
Hinter uns fließt die Savinj
Blick nach vorn
Blick zur rechten Seite
Links geht es zum Sanitärgebäude hoch
Links ist die Wasserstelle und die Grillhütte

Der Platz ist nicht groß, aber super schön gelegen. Und die Inhaber sind so nett und herzlich.

8.9.2021 - Auf zu den Forellenteichen

Heute wollen wir mit den Scootern zu der Forellenzucht fahren, wo es auch ein schönes Restaurant gibt. Sammy läuft diesmal ohne Leine mit, er ist total happy.

Der Weg dorthin ist sehr schön, es geht immer an der Savinj entlang. Wir kennen ihn ja noch von unserem letzten Urlaub hier.

In den verschiedenen Forellenteichen gibt es Forellen von ganz klein bis riesig groß.

Im Hintergrund die Terrasse, links Spielgeräte für Kinder

Auf dieser überdachten Terrasse sitzt man wunderbar mit Blick auf die Forellenteiche. Wir freuen uns, dass wir hier noch Forellen essen können.

Sammy bekommt natürlich auch sein Plätzchen

Die Forellen schmecken super, leider gibt es dazu keine Salzkartoffeln, sondern diese unsäglichen Pommes, die aber wider Erwarten ganz gut schmecken.

Dann geht es wieder den gleichen Weg zurück, Sammy ist schon ganz aus dem Häuschen.

Wir gehen über diese alte Holzbrücke, um zu schauen, was auf der anderen Seite ist. Eigentlich wollte Thomas erst einmal allein rübergehen, aber Sammy muss gleich hinterher.

Auf der anderen Seite hat man einen tollen Ausblick auf die Skiflugschanze, auf der vor einigen Tagen noch Wettkämpfe stattgefunden haben.

9.9.2021 - Gefüllte Paprika bei Peter

Heute wollen wir mittags zu Peter ins Restaurant. Dort hatte es uns vor 2 Jahren auch immer gut gefallen.

Peters Restaurant ist auch Hotel, hier übernachten vor allem die Sportfischer, die hier in der Savinj fischen.

Wir finden einen schönen Platz auf der schattigen Terrasse. Von Peter ist allerdings nichts zu sehen, bedient werden wir von einer jungen Kellnerin, die glücklicherweise etwas Englisch spricht und uns erklärt, dass es nur 2 Gerichte gibt: Teigtaschen mit Speck und gefüllte Paprika.

Da wir sowieso nicht soviel Hunger haben, teilen wir uns eine Portion Paprika, die recht schmackhaft und reichlich ist.

Ich trinke natürlich wieder mein geliebtes Ananas-Malzbier, das bei der aktuellen Wärme total erfrischend ist.

Als wir wieder auf dem Platz ankommen, ist dieser vollkommen leer, wir sind jetzt die einzigen Camper hier.

Ich gehe noch mit Sammy zum Fluss runter, er genießt es, mit den Pfoten im Wasser zu stehen und sich den Bauch zu kühlen.

11.9.2021 - Waldspaziergang und Terror bei Peter

Den gestrigen Tag verbrachten wir mit Aufräumen, Einkaufen usw.

David senior, der Inhaber des Campingplatzes, hat uns wieder einmal – wie auch vor 2 Jahren – angeboten, dass seine Frau unsere Wäsche wäscht, weil es immer noch keine Waschmaschinen auf dem Platz gibt. Das Angebot haben wir dankend angenommen. Nachmittags hatten wir dann unsere frisch gewaschene Wäsche, die wir dann nur noch aufhängen mussten. Bei der Sonne war sie dann im Nu trocken.

Heute am Samstag wollen wir die Gegend erkunden, die wir noch nicht kennen. Oberhalb von Ljubno gibt es einen Weg, der in den Wald führt. Zunächst aber müssen einige Steigungen überwunden werden, mit denen die Scooter nicht fertig werden.

 

Aber die Mühe lohnt sich, die Aussicht von oben auf den Ort ist wunderschön.

An einer Wegzweigung machen wir Halt an einer Bank. Von hier aus führt ein Weg in den Wald hinein.

Außerdem hat man von hier eine schöne Sicht. Es gibt weite Wiesen vor uns und wir beschließen, noch einmal hierher zu kommen, um Aufnahmen mit der Drohne zu machen.

Nachdem wir uns alle erfrischt haben, machen wir uns auf in den Wald. Sammy kann es kaum erwarten und rennt immer vorne weg.

Das ist nun definitiv nicht mehr Scooter-geeignet

Wir machen uns wieder auf den Rückweg und kommen noch an schönen Obstwiesen vorbei.

Für Sammy gibt es immer wieder etwas zu schnüffeln

Es ist nun schon fast Mittag und so langsam bekommen wir Hunger. Also beschließen wir, im Pri Kumru vorbeizuschauen, um dort lecker zu essen.

Leider stehen wir dort vor verschlossener Tür, ein Schild sagt aus, dass heute am Samstag der Laden geschlossen bleibt.

Sammy ist total platt von der vielen Lauferei. Es ist für seinen Pelz auch recht warm. Wir beschließen, bei Peter zu essen und bringen Sammy vorher zum Wohnmobil zurück. Er kuschelt sich dort auch sofort in seine Kissen.

Wir machen uns auf zum Restaurant von Peter. Auf der Terrasse ist ordentlich was los, wir finden aber einen schönen schattigen Platz. Diesmal ist Peter da und erkennt uns auch wieder. Wir bestellen eine gegrillte Forelle für Thomas und gegrilltes Schweinefleisch mit Reis für mich. Vorab gibt es eine Pilzsuppe.

Die Pilzsuppe ist ganz lecker. Das ist es dann aber auch mit den positiven Bewertungen. Das Schweinefleisch ist total dröge und wellt sich schon am Rand. Die Kartoffeln sind offensichtlich vom Vortag und dann nochmal in die Friteuse geworfen. Der Salat ist sehr essiglastig.

Die Forelle ist in Ordnung, aber die gummiartigen Kartoffeln gehen gar nicht.

Am Nachbartisch wird es laut. Schon seit wir gekommen sind, brüllt dort ein Mann – offensichtlich stark alkoholisiert – herum. Wir verstehen nicht, worum es geht, aber offensichtlich ist er sehr unzufrieden.

Nach einiger Zeit eskaliert es dann, als noch andere Leute dazu kommen. Wir beenden schnell unser Essen, zahlen und schnappen unsere Scooter, um diesem Gebrüll zu entkommen.

Abends ist auf dem Campingplatz noch eine kleine Feier. Der Inhaber des Platzes hat seine Familie und Nachbarn zu einem Essen in der Grillecke eingeladen. Auch Thomas und ich sind eingeladen. Es gibt Cevapcici und leckere Salate. Ich erzähle David von unserem Essen bei Peter und er empfiehlt uns ein anderes kleines Lokal, in dem es auch regionale Spezialitäten gibt.

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