Sommer - Tour de France 2026 !

Loue - Drome - Salendrinque - Dordogne - Ile de Oleron - Ile de Re - Ile de Noirmoutier- - Bretagne - Cisse

4760 Kilometer

Vierter Teil

Unser Camping Alltag

9.00 Uhr: Frühschoppen

11.00 Uhr: Entspannen

12.00 Uhr: Stricken & Milo

15.00 Uhr:  Nichts tun

18.00 Uhr: Regenerieren

20.00 Uhr: Abhängen & Milo

Straffes Programm

ABER MACHBAR

Camping Le Cadran Solaire, La Tour du Parc, Morbihan

Mittwoch, 10. Juni – Donnerstag 11. Juni 2026

Am nächsten Morgen geht es früh weiter. Im kleinen Spar-Laden neben dem Campingplatz hole ich unser am Tag vorher bestelltes Brot hab und dann geht es los: 2,5 Stunden Fahrt ins Morbihan. Wir nähern uns so langsam unserem Hauptziel, der Bretagne.
Das Morbihan hat keine schönen Strände, ist eher eine matschige Angelegenheit. Hier liegt der Schwerpunkt auf Austernzucht und Salzgewinnung.
Gegen 11h kommen wir auf dem Campingplatz Le Cadran Solaire an, ein schön gepflegter parkähnlicher Platz.
Ich hatte vor einigen Tagen bereits mit dem Inhaber telefoniert, um in Erfahrung zu bringen, ob er noch freie Plätze hat und ob man bei ihm morgens Brot bekommt. Freie Plätze gibt es zur Genüge, aber Brot gibt es morgens nicht. Das bedeutet für uns, morgen geht es weiter.
Der Inhaber erklärt mir anhand einer Karte, was es alles zu unternehmen gibt in der Gegend und zeigt uns dann die Gegebenheiten auf dem Platz. Das Sanitärgebäude ist ebenso gepflegt wie die Außenanlagen. Im Abwaschbereich stinkt es leider unangenehm, weil gleich nebenan die Entleerung für die Chemietoiletten ist. Ich kenne das von anderen Campingplätzen eigentlich nicht, dass es dort so stinkt, weil die meisten Camper ordentlich spülen oder diese Hygienetabs verwenden.

Gelände:
Atmosphäre:
Sanitär:
Ruhe:
Freizeitwert:
Am Fluss:
Hund:
Preis/Leistung:
Service:
Infrastruktur:
Anfahrt:

3,5
2,5
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4
3
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2,5
1
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4

Wir vergeben für den Platz:
Bewertet mit 2 von 5

Würden wir wiederkommen: NEIN

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Camping Le Cadran Solaire Einfahrt
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die Preise und der Platzplan
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Unser Platz unter einem schattigem Baum
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12.00 Uhr - relaxen im Windschatten (siehe oben)

Nachmittags machen wir einen Spaziergang den schmalen Weg durch die Felder entlang, auf dem man sowohl zum Strand als auch zum Ort kommt. Vorher sehen wir jedoch ein absolut interessantes, unglaubliches

Meeresfrüchte-Restaurant – Les Viviers de Banaster

Hier kommen die Muscheln und Austern direkt vom Meer auf den Teller.
Es ist total ursprünglich, kein Schicki-Micki. Man kann sowohl draußen auf rustikalen Holzbänken als auch drinnen in der großen Halle sitzen. Es gibt eine lange Theke, an der alle möglichen Krustentiere, aber auch Fische ausgelegt sind. Im Hintergrund große Aquarien mit dicken Hummern. Hier kann man sich seine Meeresfrüchte-Platte ganz individuell zusammenstellen oder auch Fisch und Meeresfrüchte zum Mitnehmen kaufen. Essen kann man hier nur kalte Platten, der Fisch ist also nur zum Mitnehmen.
Einer der Kellner fragt mich, ob er Milo streicheln könne. Der freut sich natürlich wie Bolle, immer einen Blick auf eventuelle Leckerlies gerichtet.
Wir wollen keine kalte Platte essen und gehen zurück zum Campingplatz.

Meeresfrüchte-Restaurant – Les Viviers de Banaster

Das interessanteste "Restaurant" das wir je gesehen haben!

Wir vergeben für das "Restaurant"
Bewertet mit 5 von 5
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Der Eingang

Die verschiedenen Meeresfrüchte zum Selbstaussuchen

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Das Ambiente
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Terassenplätze
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Gerätschaften für die Austernzucht.

Das Restaurant/Halle mit Außenplätzen

Auf dem Platz ist es inzwischen etwas voller geworden. Ich rufe den Inhaber an, weil er den Stromkasten, in dem unser Kabel steckt, abgeschlossen hat. Und da wir morgen früh gleich um 8h weiterwollen ….
Abends dann noch eine nicht so schöne Überraschung: das Wasser in den Duschen ist kalt. Auch an den Waschbecken kommt nichts Warmes raus. Im Gegensatz zu den Abwaschbecken, dort ist das Wasser schön heiß.
Wir beschließen also nicht nur, morgen weiterzufahren, sondern diesen Platz auch nicht noch einmal anzufahren, nicht mal als Etappenplatz.

Donnerstag, 11. Juni – Sonntag 28. Juni. 2026

Camping Des Abers, Landéda, Finistère

Am Donnerstagmorgen fahren wir los in Richtung Finistère. Auf dem Weg dorthin überqueren wir die große Brücke in Richtung Saint-Nazaire mit seinem beeindruckendem Hafen. Saint-Nazaire spielte in beiden Weltkriegen eine wichtige Rolle und beherbergte einen deutschen U-Boot-Bunker. Außerdem wurde dort der zu der Zeit weltweit größte Ozeandampfer gebaut und zu Wasser gelassen – die „France“. Der traurige Werdegang dieses Schiffes wurde von Michel Sardou in einem wunderschönen Chanson besungen.
In Lannilis – ca. 10 km von Landéda entfernt – kaufen wir im Intermarché ein. Dort ist es ziemlich ungemütlich, weil der Parkplatz neu gepflastert wird. Und im Laden ist es richtig kalt. Grund genug für uns, dass wir uns beeilen, weiterzukommen.
Kurz vor 12h kommen wir auf dem Campingplatz des Abers an. Dort sind wir jetzt zum dritten Mal und dort wollen wir die nächsten 1-2 Wochen bleiben. Nicht nur, weil uns der Campingplatz so gut gefällt und wir dort einen schönen Stellplatz reserviert haben, sondern auch, weil wir den Strand dort mit seinen vielen kleinen Inseln am schönsten finden.
Ich melde uns an der Rezeption an, während Thomas gleich zu unserem Stellplatz A1 fährt. Man spricht hier Englisch und auch sehr gut Deutsch. Mit der ACSI-Karte kostet es pro Tag 21€ incl. Strom und Hund. Duschmarken bekomme ich auch gleich im 10er Pack. Ich frage nach einem Verlängerungskabel für Strom. Der junge Mann an der Rezeption kommt gleich mit und schließt es uns an.
Thomas richtet unseren Platz schön ein mit Lichterketten und dem Tarp für die Frühstücksecke. Hier fühlen wir uns wie zu Hause. Ich gehe derweil mit Milo spazieren. Von unserem Platz aus führt ein Weg an Ferienhäusern und weiteren privaten Stellplätzen vorbei, immer mit Blick auf das Meer. Hier lässt es sich wirklich aushalten.
Allerdings ist das Wetter noch recht kühl und sehr windig. Ich bringe noch schnell unsere Wäsche zur Wäscherei. Das ist hier auch sehr gut geregelt. Man gibt die Wäsche einfach ab, bekommt eine Uhrzeit und kann dann die getrocknete Wäsche wieder abholen.
Am nächsten Tag ist es nicht mehr so windig, allerdings noch kühl, nachmittags nur 17 Grad. So wird es bleiben bis Sonntag, dann steigen die Temperaturen auf 28 Grad.
Vor dem Frühstück gehen wir in die kleine Epicerie vor dem Camping, um dort unser Brot abzuholen. Thomas kauft sich hier Kappen mit Bretagne-Symbol, von denen er schon einige hat, die aber inzwischen kaputt sind. Abgesehen von den Souvenir artikeln gibt es alles Mögliche, was man als Camper so braucht: Butter, Marmelade, Bier, Wasser, Kekse und Chips und auch etwas frisches Obst und Gemüse.

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Der Mini U
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Platzplan

Gelände:
Atmosphäre:
Sanitär:
Ruhe:
Freizeitwert:
Am Meer:
Hund:
Preis/Leistung:
Service:
Infrastruktur:
Anfahrt:

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4
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4
4
4,5
4,5
5

Wir vergeben für den Platz:
Bewertet mit 5 von 5

Würden wir wiederkommen: JA

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Strand so weit das Auge reicht!
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Öffnungszeiten Crepebude
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Wäscheauftrag
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Galette mit Tomatensalat
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Galette mit Käse

Gegenüber der Rezeption gibt es eine Tafel, auf der für jeden Tag der Woche eventuelle Angebote eingetragen sind. So gibt es z.B. jeden Morgen Captain Phil mit seinen süßen Crêpes in der Zeit von 8-11 Uhr. Davon hole ich mir eins nach dem Frühstück, köstlich mit Zimt und Zucker.
Nachmittags gibt es Galettes von Yolaine. Da müssen wir auch gleich zuschlagen, lecker mit gekochtem Schinken und überbackenem Käse.
Abends hören wir von unserem Platz aus ein Konzert aus dem Festsaal, französische Folklore mit Pierrolo. Als wir vom Zähneputzen zurückkommen, gehen wir eben rüber und setzen uns hinten in den Saal. Die Stimmung ist richtig gut, es werden bekannte französische Chansons gespielt. Sogar Hubert, der Inhaber vom Campingplatz, singt mit.
Das Konzept auf diesem Campingplatz ist unserer Meinung nach sehr gut. Es gibt keine aufdringliche Animation mit trivialer Stimmungsmusik, sondern 2-3 mal in der Woche Konzerte von Musikern mit bretonischer oder französischer Musik, auch mal Klassik. Und es wird fast immer sehr gut von den Campern angenommen. Dazu die kulinarischen Highlights mit den Crêpes und Galettes, dazu diverse Foodtrucks. Also man kann es hier wirklich gut aushalten.
Ab Donnerstag heißt es, morgens früh aufzustehen. Man kann das Brot nicht mehr vorbestellen, weil es zu viele Camper geworden sind trotz der Vorsaison. Jetzt kann man sein Brot im Laden kaufen. Wenn man zu spät dran ist, gibt es eben nichts mehr. Also stehen wir gegen 8 h auf, um eine halbe Stunde später im Laden zu sein.
Das klappt ganz gut, nur am Donnerstagmorgen bin ich total müde. In der Nacht hat es ein kleines Gewitter gegeben und ich musste Milo in mein Bett nehmen, weil er solche Angst hatte. Ich lege mich daher nach dem Einkaufen nochmal ins Bett und hole den versäumten Schlaf nach.
Am Freitagabend gibt es einen Foodtruck mit marokkanischen Spezialitäten. Ich hole mir eine gefüllte Auberginenhälfte, Spinat in Blätterteig und eine Pitella – keine Ahnung, was das ist, schmeckt aber saugut mit sehr vielen orientalischen Gewürzen. Man kann auch Couscous bestellen in allen Variationen. Die marokkanische Küche ist ja sowieso einfach nur köstlich.

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Unser Platz ist reserviert
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Unser neuer Platz D4

Sonntag ist das Wetter richtig gut, es sollen heute 28 Grad werden. Zeit für unseren ersten Strandbesuch. Wir müssen darauf achten, wann Ebbe ist, weil wir bei Flut nicht mit dem Hund an den Strand dürfen.
Nicht nur Milo ist vom Strand begeistert, wir auch immer wieder. Bei Ebbe ist er so weitläufig, dazu überall die kleinen Inseln, zu denen man hinlaufen kann. Milo rennt und rennt, er ist total begeistert, verbellt die Algenhaufen und rennt weiter. Als wir schließlich zum Stellplatz zurückgehen, ist er vollkommen alle und aalt sich in der Sonne, um dann schlussendlich im Schatten ein Schlafplätzchen zu finden. Dem gefällt das Campingleben total gut.

Milo hat richtig Spaß am weitläufigem Strand.

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Jetzt aber erst mal ein kleines Nickerchen !

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Am Dienstag entdecken wir eine Crêperie außerhalb des Campingplatzes, auch eher ein Foodtruck, wo es traditionelle bretonische Galettes gibt. Ich hole uns je eine Galette mit Kochschinken, Käse, gedünsteten rosa Zwiebeln aus der Bretagne und Kartoffelwürfeln. Dazu für jeden eine kleine Flasche Cidre. Das ist so köstlich, dass wir beschließen, das am nächsten Tag zu wiederholen.

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So schön kann Urlaub sein!. Kulinarisch sind wir gut organisiert: morgens einkaufen im kleinen Utile fürs Frühstück, mittags Galettes bei Yolaine und abends entweder Köstlichkeiten vom Foodtruck oder die total leckeren Galettes vom Creplier, der leider nur von Sonntag bis Mittwoch geöffnet hat.
Wir haben auch schon unsere Lieblingsgalette gefunden: Galette mit Lachsforelle, rosa Zwiebeln, Kartoffelwürfeln und Algensoße, ein absoluter Hochgenuss. Dazu ein leckerer Cidre.

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Wer den Ventilator hat ist im Vorteil....

Es gefällt uns hier immer besser und besser und wir erwägen sogar, unseren Aufenthalt nochmal zu verlängern. Wir haben bis zum 25.6. gebucht und können noch bis zum 4.7. bleiben, danach gibt es schon eine Vorreservierung.
Wir haben jetzt auch unseren Rhythmus gefunden: morgens früh einkaufen, dann gemütlich frühstücken, danach – je nach Hunger – noch eine süße Crêpe bei Captain Phil. Mittags bzw. nachmittags Galettes bei Yolaine. Dazwischen Strandbesuch oder faulenzen.

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Milo gefällt der Strand immer besser. Er hat inzwischen auch verstanden, dass man Salzwasser nicht trinken kann. Wozu die ganzen Algen da sind, hat sich ihm immer noch nicht erschlossen. Manchmal verbellt er die oder er versucht, etwas davon zu futtern. Dann rennt er mit einer Alge im Maul weiter, aber es scheint doch nicht zu schmecken.
Abends schauen wir ab und zu ein Fußballspiel von der WM, obwohl man das ja eigentlich boykottieren sollte. Dank der esim von Lycamobile klappt das ganz gut auf dem Ipad. Wir haben inzwischen 300 GB zur Verfügung für 9,99€.
Am Samstagabend ist wieder ein Foodtruck angekündigt: kreolische Spezialitäten. Ich habe ja schon in der Zeit, als ich in Frankreich gelebt habe, oft und gern kreolische Gerichte gegessen, daher freue ich mich schon darauf.
Pünktlich um 17h30 ist der Kreolen-Truck da. Ich schaue mir die Auswahl an: es gibt Boudin (Blutwurst, sehr scharf), Colombo de poulet (Reisgericht mit Hähnchen) und diverse Tapas-ähnliche Vorspeisen. Ich nehme mir vorab einige Bouchons (Hähnchen- und Schweinefleisch in Nudelteig) sowie kleine Kuchen mit Kokosnuss mit.
Als ich mir nach dem Duschen noch ein Hähnchengericht holen will, gibt es nichts mehr. Vor dem Truck steht eine lange Schlange, alles Leute, die vorbestellt haben. Na, so ein Pech.
Am Sonntagabend schauen wir uns das Fußballspiel Deutschland-Elfenbeinküste an. Der Stream läuft richtig gut, nur einige kurze Unterbrechungen.

Der einzige Wermutstropfen ist das Wetter. Diesmal allerdings nicht der Regen, wie am Anfang unserer Tour, sondern die Hitze. Ganz Frankreich ist ein Glutkessel, im Inland über 40 Grad. Wir wollten ja eigentlich am 25.6. weiterfahren nach Vouvray zum Campingplatz von Lona und Dimitri. Aber das ist uns doch zu heiß. Hier gehen die Temperaturen zwar auch hoch in dieser Woche – 30-35 Grad laut Wetterbericht -, aber es gibt eben auch immer Wind. Dann ist die Wärme erträglicher, zumal wir vor dem Wohnmobil genügend Schatten haben. Problem ist die Nacht. Da der Bus den ganzen Tag in der Sonne steht und es nachts nicht wesentlich abkühlt, kommt man kaum zum Schlafen.
Der Montag 22.6. ist der erste der Hitzetage und beginnt eigentlich ganz harmlos, eher kühl. Thomas montiert unsere Außendusche mit der Tauchpumpe, so dass wir uns jederzeit abkühlen können. Ich kühle Milo die Pfoten und den Bauch mit kalten Wasser und einem Eispad, was er sehr genießt. Allerdings legt er sich danach gleich wieder in die Sonne.
Abends bleiben wir lange vor dem Wohnmobil und schauen die WM-Spiele an. Es ist windig und tatsächlich kühl, wir müssen uns sogar unsere Wolldecken über die Beine legen. Daher klappt es in der Nacht auch mit dem Schlafen, um 23 Uhr sind ca. 25 Grad im Bus.
Am Dienstag hatte der Wetterbericht 32 Grad angesagt, aber morgens ist es wieder recht kühl und wolkig. Wir müssen noch 2 Tage durchhalten, danach gehen die Temperaturen merklich zurück, während es im Inland heiß bleibt.
Am Donnerstag ist es am schlimmsten. Dabei fängt es kühl an mit einem wolkenverhangenen Himmel. Allerdings merken wir schnell, dass es sich zuzieht.
Ich gehe noch schnell mit Milo zum Strand, es ist jetzt Flut und wir brauchen nicht weit laufen bis zum Wasser. Die Hitze ist unerträglich, aber das Wasser im Atlantik schön kühl. Milo geht mit mir bis zum Bauch hinein (also genauer: sein Bauch) und genießt die Erfrischung. Er hat jetzt keine Angst mehr vor dem Wasser, solange ich dabei bin.
Zurück am Platz, geht es plötzlich ganz schnell. Thomas überlegt noch, ob wir zum Frühstück Eier essen, als aus dem Nichts ein Sturm daherkommt. Wir lassen alles stehen und liegen, um die Markise zu retten. Das gelingt uns im letzten Augenblick. Wir räumen alles weg, was davonfliegen könnte, die Seitenwand legen wir einfach auf den Boden. Jetzt sieht es hier sehr ungemütlich aus und wir müssen im Bus frühstücken.
Der Wind ist sehr stark und sehr heiß, sowas habe ich noch nicht erlebt. Man hat den Eindruck, dass uns jemand mit einem großen Fön bearbeitet. Thomas meint, er kennt das von Tarifa, dort war das auch oft so. Aber das liegt ja auch näher an Afrika, aber hier: hallo, wir sind am westlichsten Punkt in der Bretagne !
Milo hat sich auf mein Bett geflüchtet, zumal es jetzt auch noch ordentlich gewittert. Bei jedem Donnern fängt Milo an zu bellen und lässt sich kaum beruhigen. Glücklicherweise dauert das Gewitter nicht so lange, aber die Wettervorhersage zeigt immer noch Regen und Sturm und sogar Hagel an. So schlimm wird es dann aber nicht, trotzdem lassen wir die Markise vorsichtshalber eingefahren.
Abends schauen wir uns auf meinem Macbook das WM-Spiel Deutschland gegen Ecuador an. Die erste Halbzeit können wir sogar draußen sehen, danach wird der Himmel dunkel und es windet. Also wieder alles rein in den warmen Bus. Obwohl wir alle Türen und Fenster aufgerissen haben, geht die Temperatur nicht unter 25 Grad.
Das Spiel ist übrigens totlangweilig und Deutschland verliert verdientermaßen.
Am nächsten Morgen fahren wir erst einmal die Markise wieder raus und ziehen die Seitenwand auf. Jetzt ist es wieder gemütlich auf unserem Stellplatz. Die Temperatur liegt jetzt nur noch bei 25-26 Grad, also richtig schönes Wetter.
Am Samstag gehen wir noch einmal zusammen zum Strand und Thomas macht viele Fotos. Es ist auch einfach wunderschön hier. Übrigens unser letzter Strandtag, denn morgen wollen wir abfahren in Richtung Vouvray.
Wir hatten in den letzten Tagen immer wieder den französischen Wetterbericht verfolgt und gesehen, dass es in der Gegend von Vouvray bei Tours abartig hohe Temperaturen gab, teilweise gut über 40 Grad. Das wollten wir uns natürlich nicht antun.
Ab Samstag geht die Hitze etwas zurück, die Temperaturen liegen dann unter 30 Grad, während es in der Bretagne richtig kühl wird.
Nachmittags hole ich uns noch eine Galette bei Yolaine, die immer sehr lecker sind. Abends gibt es wieder ein Konzert von Pierrolot, der als Hommage an Georges Moustaki seine schönsten Chansons widergibt, begleitet von 4 Musikern. Außerdem ist der Kreolen-Foodtruck wieder da. Ich schaffe es endlich, mir dort eine Colombo de Poulet zu holen. Die ist zwar sehr lecker, aber leider auch ziemlich kalt.
Wir packen schon einmal alles ein, um morgen früh gleich um 8 h startklar zu sein. Von den Leuten in der Rezeption habe ich mich schon verabschiedet, als ich unsere Rechnung bezahlt habe: 335€ für 17 Tage, das ist wirklich günstig.
Thomas hat einen noch schöneren Stellplatz entdeckt, den wir uns schon angesehen haben, die Nr. D4. Wenn wir nächstes Jahr wiederkommen, werden wir uns den Platz reservieren. Er bietet auch viel Privatsphäre, so wie unser Platz A1, aber hat außerdem noch einen fantastischen Ausblick auf das Meer.

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Blick über den Platz auf den Strand

Unser Weg zum schönen Strand.

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Potschen waschen vom Meerwasser
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Potschen waschen
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Der 4 Potschen Chef schaut nach dem Rechten
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Abendstimmung
Ende Vierter Teil

Und Tschüss Camping Des Abers bis zum nächsten Jahr – es war wieder mal wunderbar….